Alles neu, macht der Mai - Business Intelligence & Data Warehouse Trends 2011

Der Frühling erwacht, alles sprießt, so auch laut Forrester und Gartner der Business Intelligence  Markt.
Ein guter Zeitpunkt sich zu fragen: „Was blüht uns in 2011“.
 
Eines ist ganz klar abzusehen, es wird inhaltlich wieder interessanter. Waren die vergangenen Jahre durch öde Finanztransaktionen geprägt, die primär dem Zukauf von Marktanteilen dienten, stehen jetzt wieder technologische Innovationen im Vordergrund.
 
Bei der Analyse der aktuellen Trends wird schnell klar, der BI Markt ist ein getriebener Markt. Die Entwicklungen und Trends aus der Sicht der Triebfedern zu betrachten war daher ein logischer Schluss und eine gute Basis die Trends auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen.
 
Performance
 
Das rasante Wachstum an anfallenden Analysedaten und der Bedarf immer aktueller und operationaler berichten und analysieren zu können, löst große Performance Probleme mit herkömmlichen Technologien aus. Die Antworten der Anbieter drehen hier an zwei wesentlichen Schrauben:
 
Data Warehouse Appliances sorgen dafür, dass bestens aufeinander abgestimmte Hardware-Komponenten zu keinen Flaschenhälsen im Zusammenspiel mit der bereits vorinstallierten und optimal konfigurierten Software führen. Alle Großen, wie Microsoft, Oracle, IBM und HP sind da vorne mit dabei.
 
Analytische Datenbanken bringen die notwendige Performance auf der Softwareseite. Auf analytische Fragestellungen optimierte „spaltenorientierte“ Datenbanken, die dann auch noch auf in-Memory Technologien setzen, sind der letzte Schrei. Während einige eingesessene Anbieter schon länger auf diese Technologien setzen, springen andere Platzhirschen gerade auf den Zug auf. So zum Beispiel SAP mit HANA. 
 
Kosten
 
Viele der heute existenten BI-Lösungen sind über lange Jahre gewachsen und bestehen aus einer Anzahl unterschiedlicher Softwarekomponenten. Der Betrieb solcher Lösungen ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Werkzeugstandardisierung und Konsolidierung der Technologien ist gefragt.
 
Auch die hohe Dynamik in den sich ständig ändernden Anforderungen an die BI-Lösung verursacht hohe Kosten in den Anpassungen und dem  Changemanagement. Die Etablierung agiler Ansätze hilft einerseits die Dynamik bewältigen zu können und andererseits die anfallenden Kosten so gering wie möglich zu halten.
 
Social Media
 
Facebook, Twitter und Co haben einen Verbreitungsgrad erreicht, der nicht mehr wegzudiskutieren ist. Entscheidet sich ein Unternehmen Social Media Plattformen intensiv als zusätzlichen Vertriebs-/Kommunikationskanal zu nutzen, ist ein professionelles Social Media Monitoring gefragt. Foren und Diskussionsplattformen sind plötzlich wesentliche Datenquellen. Spezielle Werkzeuge zur Analyse der publizierten Texte sind erforderlich, um die aktuellen Stimmungsbilder der Community einfangen zu können.
 
Social Media hat auch einen weiteren Effekt. Über diese Plattformen teilt man Content und kommentiert ihn auch für alle anderen sichtbar. Diese Art der Collaboration wird sich auch für BI Content durchsetzen.
 
BI wird Commodity
 
Die Nutzung von Business Intelligence Lösungen ist nicht mehr auf einen engen Kreis im Unternehmen beschränkt, sondern wird für eine immer größer werdende Anwendergruppe interessant und auch notwendig. D.h. BI-Anwendungen müssen auch ohne großes Spezialwissen angewendet werden können. Die Anwender bedienen sich im Sinne von Self Service BI aus dem großen Datentopf. 
 
Datenqualität und Nutzung
 
Mit der breiten Nutzung analytischer Daten steigt auch die Anforderung an die Datenqualität. Auch der Umgang mit den Daten muss geregelt werden. Eventuelle Risiken durch Datenmissbrauch und ungerechtfertigter Nutzung müssen abgesteckt werden. Unter dem Begriff Data Governance werden Methoden, Prozesse und Richtlinien zu diesen Themen subsummiert.
 
Ipads & Smart Phones
 
Ein Klassiker für die Frage: Henne oder Ei? Entstehen Apps weil es Tablets oder Smart Phones gibt, oder gibt es einen konkreten Business-Need für derartige Infrastrukturen und Anwendungen. In diesem verkrampften Dilemma steckt auch der Markt für Mobile BI-Lösungen.

Zusammengefasst bewertet auch Dr. Wolfgang Martin, anerkannter Experte und Analyst auf den Gebieten BI und CPM, die analytischen Datenbanken als größten Fortschritt für die Nutzer. Er meint dazu: „Wer heute komplexe Analysen auf großen Datenmengen durch viele Benutzer mit vielen Abfragen ausführt und eine hohe Performance und Skalierbarkeit bei einfacher Wartbarkeit benötigt, sollte analytische Datenbanken auf jeden Fall berücksichtigen“.



Posted by: MarkBench
Posted on: 10.05.2011 at 08:00
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Agile Data Warehousing - neuer Hype oder revolutionärer Ansatz ?

Mit großem Elan starten wir ins neue Jahr und bekämpfen unseren feiertäglichen Blähbauch mit speziellen Joghurt-Drinks für mehr Wohlbefinden und Agilität. Das Faible für Agilität hat auch die Software-Industrie für sich entdeckt und einen förmlichen Hype losgetreten. Kaum mehr ein Softwareanbieter, der seine Produkte nicht mit dem Wörtchen „agil“ aufpeppt. Da  sind auch BI-Produkte nicht davor gefeit. 
 
Gleich vorne weg. Software für sich, auch keine die als „agil“ angepriesen wird, bringt per se Agilität in BI-Lösungen. Agil ist mehr die Methode, wie BI Lösungen entstehen bzw. weiterentwickelt werden können. Das ist dafür aber revolutionär.  Ich bin absolut überzeugt, dass agile Data Warehouse Ansätze aufgeblähten  BI-Projekten helfen würde zu schnelleren und User-orientierteren Ergebnissen zu kommen.
 
Diese Überzeugung teile ich mit Ralph Hughes, dem Autor von „Agile Data Warehousing“ und Sprecher bei der TDWI World Konferenz und vielen Seminaren. In einem Interview mit „BI this week“ hat Ralph seine Ideen zu „Agile Data Warehousing“ erläutert.
 
 
Entscheidend ist dabei die Methode. Alternativ zu Wasserfall-Modellen kommt SCRUM zum Einsatz. Die Entwicklungs- bzw. Umsetzungszyklen (Sprints) werden kleiner und damit auch kurzfristiger angesetzt und orientieren sich an sogenannten User-Storys. D.h. in einem Zeitraum von 2-4 Wochen (pro Sprint) soll eine Anzahl von Anforderung (in Form der User Storys) umgesetzt sein. Das Feedback zu diesen Ergebnissen fließt dann wieder in den nächsten Sprint ein. Das Gesamtprojekt wird durch eine Aneinanderreihung von diesen Iterationen (Sprints) umgesetzt. Wichtig dabei ist, dass die User  immer wieder fertige Teilpakete vorgelegt bekommen,  schnell zu Ergebnissen kommen und Feedback geben können.
 
Die Gefahr an den Useranforderungen vorbei zu entwickeln sinkt eklatant durch die kurzen Entwicklungszyklen und der Orientierung an Anwendungsszenarien. Die Philosophie dahinter beruht auf permanenter Kommunikation zwischen anfordernder Stelle und Umsetzungsteam.
Die Teams ihrerseits haben die Möglichkeit ihre Umsetzungsmethoden und Tools laufend zu verbessern. Daraus entstehen oft überraschende Innovationen.
Zur Abwicklung und Steuerung des gesamten  SCRUM-Prozesses gibt es bereits ausgefeilte und erprobte Modelle mit Rollendefinitionen und genauen Vorgehensschritten.
 
Auf die Frage was der Unterschied zwischen „Data Warehousing“ und „Agile Data Warehousing“ ist, hat Ralph Hughes im Interview mit BI this week geantwortet:  „SCRUM ist entwickelt worden, um die Effektivität der Software Entwicklung zu steigern. Agiles Data Warehousing ist SCRUM für Warehousing. Die Ausrichtung an Business-Nutzen und Projekt-Effizienz resultiert in Tool-sets, die „implementation by configuration“ ermöglichen. Business Anforderungen und Analyse Ergebnisse können damit ohne jegliches Coding schnell in konkrete Ergebnisse umgesetzt werden.“
Besser hätte ich es auch nicht formulieren können.


Posted by: MarkBench
Posted on: 21.01.2011 at 14:00
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Sparpaket für BI-Lösungen

Das Sparpaket der Regierung liegt vor und wird eifrig diskutiert. Und wieder scheint es, als ob kostenintensive Business Intelligence Lösungen unberücksichtigt bleiben. Wer dennoch sparen möchte, für den habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt.
 
Bevor wir ins Eingemachte gehen, noch eine kleine Analyse zum Status Quo der implementierten BI-Landschaften. Der Grundstein zu diesen Lösungen wurde zumeist schon vor einigen Jahren gelegt. Die Unternehmen haben sich aus dem damaligen BI-Marktangebot bedient und nach dem Best-of-Breed Ansatz eine optimale BI-Landschaft zusammengestellt. So findet man nicht selten für ETL (Datenfluss), Data Warehouse Datenbank, OLAP Datenbank (Cubes) und für die Reporting Tools einen bunten Mix an „Spezialisten“. Zum damaligen Zeitpunkt bestimmt eine gute Entscheidung. 
 
Wer den BI-Markt aktiv verfolgt, der weiß, dass in den letzten Jahren kein Stein auf dem anderen geblieben ist. Man denke nur an das Jahr 2007, in dem 3 große Akquisitionen von SAP mit Business Objects über IBM mit Cognos zu Oracle mit Hyperion gelaufen sind. Ganz zu schweigen von den vielen kleineren Übernahmen. Zusätzlich haben etablierte Anbieter deren Technologien auf neuesten Stand gebracht bzw. massiv an der Skalierbarkeit der eigenen Lösungen gearbeitet. 
 
Stellt sich die Frage, ob die damaligen Entscheidungen auch unter den gegenwärtigen Bedingungen noch sinnvoll und vor allem auch kostengünstig sind. Diese und weitere Fragen habe ich mit Gregor Zeiler actinium consulting diskutiert:
 
Mark Bench: Herr Zeiler,  wie sehen sie den Stand der implementierten BI-Lösungen?
 
Zeiler: In den seltensten Fällen stoßen wir in unseren Projekten auf die sprichwörtliche „Grüne Wiese“. Generell lässt sich sagen, je größer das Unternehmen, desto bunter die Landschaft. Am vielfältigsten wird es im Bereich Reporting- und Analyse-Tools. Da bekommt man manches Mal den Eindruck, jeder Bereich hat sich mit einer eigenen Lösung verwirklicht.
 
Mark Bench: Was spricht gegen den Einsatz von unterschiedlichen Werkzeugen?
 
Zeiler: Wenn es sachlich und funktional begründbar ist, grundsätzlich nichts. Falls es jedoch keine markant unterschiedlichen Geschäftsanforderungen als Begründung gibt, dann entstehen durch den Einsatz mehrerer Werkzeuge vor allem überproportionale Kosten.
 
Mark Bench: Worin sind denn die überproportionalen Kosten begründet, wenn die selbe Anzahl an Usern zugrunde liegt?
 
Zeiler: Das ist zum einen der Mengeneffekt. Bei ziemlich allen Herstellern sind die relativen Kosten pro User mit steigenden Mengen geringer. Teilt man also die gleiche Anzahl an Usern auf drei Produkte auf, zahlt man insgesamt sicher höhere Preise. Dies gilt nicht nur für die Lizenz, sondern auch für die laufenden Software-Wartungskosten.
 
Mark Bench: Also, läuft alles auf die Lizenz- und Wartungskosten hinaus?
 
Zeiler: Nein nicht nur, ein viel wichtigerer Aspekt, sind die Kosten, die der laufende Betrieb mit sich bringt. Dies sind zum Beispiel Aufwände, die ein Releasewechsel verursacht, oder die notwendigen Schulungsaufwände, eventuell auch gesonderte Hardware, die mit jedem weiteren Produkt anfallen. Da kommen schnell Kosten zusammen, die die Beträge der Lizenz und der Wartung bei weitem übersteigen. Auch die Komplexität der Gesamtlösung steigt und bringt meist Inflexibilität ins Spiel.
 
Mark Bench: D. h. am besten eine One-Vendor Strategie mit einem der großen „BI-Vollsortimenter“ verfolgen?
 
Zeiler: Das wäre die logische Konsequenz.
 
Mark Bench: Warum wäre?
 
Zeiler: Das ist dann der richtige Weg, wenn der eine Hersteller wirklich abgestimmte BI-Technologie aus einem Guss bieten kann. Meist sind solche „BI-Vollsortimenter“ durch Aufkauf von anderen Herstellern/Technologien entstanden. In solchen Fällen passiert als erster Schritt meistens die „Logo-Integration“. Viel später, oder gar nicht, erfolgen dann die notwendigen Schritte der technischen Zusammenführung. Hier heißt es also aufpassen und hinter die Kulissen schauen.
 
Mark Bench: Was können sie daher unseren Lesern empfehlen?
 
Zeiler: Weniger auf die auf die vordergründige Marketing Masche schauen, sondern sondieren, ob es Angebote gibt, wo wirklich aus einem Produkt heraus ein größerer Funktionsumfang abgedeckt wird. Das beste Beispiel für mich ist der SQL Server von Microsoft. In diesem Produkt steckt nicht nur die relationale Datenbank, sondern auch ein mächtiges ETL-Werkzeug und eine unglaublich skalierbare OLAP Datenbank. On Top oben drauf ist auch noch ein Reporting Tool dabei.
 
Mark Bench: Die Empfehlung lautet daher beispielsweise auf Microsoft SQL Server umstellen?
 
Zeiler: In vielen Fällen ist nicht einmal eine Umstellung notwendig, da die relationale Datenbank bereits genutzt wird. Nur für ETL oder OLAP wird noch alternative Technologie eingesetzt. ETL und OLAP aus dem SQL Server steht vollkommen ungenutzt und ohne jegliche Zusatzkosten zur Verfügung. Hier muss man ansetzen, da liegt großes Potential.
 
Mark Bench: Gibt es aus ihren Projekten Erfahrungen zu solchen Umstellungsvorhaben?
 
Zeiler: Ja natürlich, wir haben beispielsweise für einen großen Industriebetrieb in einem kurzen Proof of Concept zeigen können, dass die OLAP Datenbank aus dem SQL Server die bestehende Lösung funktional und sogar mit besserer Performance ablösen kann. Die bestehende Lösung wurde danach vom Kunden kurzer Hand gegen SQL Server Analysis Services (OLAP) ausgetauscht. Der Effekt: Zig-tausend Euro pro Jahr weniger Wartungskosten.
 
Mark Bench: Ein schöner Erfolg. Zusammengefasst welche Tipps würden sie unseren Lesern mitgeben?
 
Zeiler: Erstens: Weniger ist mehr, achten sie bei jedem zusätzlich eingesetzten Produkt darauf, ob dies wirklich unbedingt notwendig ist. Wechseln sie eventuell zu einem Produkt mit dem alle Anforderungen abbildbar sind.
Zweitens: Lassen sie sich nicht durch Logo Integration täuschen, achten sie absolut auf die technische Integration. 
Drittens: Nutzen sie Funktionalitäten, die sie bereits im Haus haben und bezahlt haben. Bessere Lizenznutzung zahlt sich aus. Nötigenfalls steigen sie auf Produkte mit breitem Einsatzspektrum um. Besser einmal ein großer Umbau, als dauerhaft viel Potential liegen lassen.
 
Abschließend kann ich noch unseren BI Sparpaket Quick-Check empfehlen. Kurz und bündig wird das Sparpotential zu ihrer BI-Lösung attestiert. Mehr dazu unter www.actinium-consulting.at
 
Mark Bench: Herr Zeiler, vielen Dank für die wertvollen Tipps. Ich bin sicher, unsere Leser bekommen dadurch auch Lust zum Sparen.
 

Posted by: MarkBench
Posted on: 15.11.2010 at 10:28
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Ist die Cloud reif für Business Intelligence ?

Analysten der IDC prognostizieren, dass die weltweiten Geschäfte mit BI-on-Demand-Lösungen bis 2015 jährlich über 20 Prozent wachsen werden. Damit würde das Software-as-a-Service (SaaS)-Segment des BI-Marktes drei Mal so schnell wachsen wie das Gesamtgeschäft mit Analysewerkzeugen.

Doch während sich Cloud computing Services in Anwendungsbereichen wie Customer Relationsship Management (CRM) bereits etabliert haben, hinkt der BI-Markt aktuell noch ein wenig nach, attestieren die Analysten von Forrester Research.

Worin liegen nun die Anreize BI-Lösungen aus der Cloud zu nutzen? Diese und weitere Fragen habe ich mit Guntram Rainer - Microsoft Österreich, Damianos Soumelidis - Hexa business Services und Gregor Zeiler - actinium consulting diskutiert:

Mark Bench: Herr Zeiler,  werden zukünftig die BI-User auf Wolke 7 schweben?

Zeiler: Ich denke, die Endanwender werden eher weniger merken. Der große Unterschied liegt im Betrieb der BI-Lösung. „Use on Demand“, „Pay per Use“ und keine Sorgen mit der Skalierbarkeit sind die Schlüsselfaktoren.

Mark Bench: Was bedeutet das konkret?

Zeiler: Nur zahlen, was tatsächlich benötigt wird. Das betrifft nicht nur die Softwarenutzung, sondern auch die benötigten Hardwareressourcen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lizenzmodellen und selbst beschaffter Hardware, wird für die Bereitstellung des gesamten Services bezahlt.

Mark Bench: Worin liegt nun der Vorteil?

Zeiler: Sowohl die Softwarelizenzen als auch die Hardwareressourcen müssen nicht auf den Maximalbedarf ausgelegt werden, sondern können nach Bedarf hinzugenommen und auch wieder weggelassen werden. Dies hat bei schwankenden Userzahlen, stark wechselnden Bedarf an Rechenleistung und Speicherbedarf Vorteile.

Mark Bench: Hört sich gut an, wo kann man das kaufen?

Zeiler: Da liegt derzeit noch das Problem. Der BI-Cloud Markt beginnt sich erst aufzubauen. Vor allem in USA beginnen erste Anbieter mit durchaus interessanten Angeboten. Zuversichtlich stimmen aber die intensiven Anstrengungen von Microsoft mit der Azure Plattform für Windows und SQL Server den Cloud Markt kräftig aufzumischen.

Mark Bench: Herr Rainer, Microsoft Azure wurde angesprochen, warum engagiert sich Microsoft so intensiv im Cloud Computing?

Rainer: Die Zeit ist jetzt einfach reif dafür. Wir haben mit den verfügbaren Internet Bandbreiten ausreichend Performance zur Verfügung und Unternehmen wollen anstelle von komplexen IT Projekten eher einfachere Services auf Basis monatlichen und tatsächlichen Aufwand einsetzen. Das bedeutet wesentlich weniger Risiko und bringt Vorteile betreffend Liquidität. 

Mark Bench: Das klingt simpel – also bietet Microsoft hier Produkte wie Winword und Excel als Online Services an – das ist alles?

Rainer: Diese Online Services waren zusammen mit Exchange Services der Anfang. Mittlerweile sind wir mit Dynamics CRM in der Cloud – eines der interessantesten Produkte für mich ist jedoch Windows AZURE. 

Mark Bench: Was kann also Windows Azure?

Rainer: Windows Azure ist genau genommen ein IT Plattform Service in der Wolke – dieses umfasst Computing Services (Windows Azure), Datenbank Services (SQL Azure) sowie ein Bus System (Azure AppFabric) welches die unterschiedlichen Software und Service Komponenten miteinander verbindet.

Mark Bench: Wer benötigt so etwas - und was unterscheidet Windows Azure von anderen Services?

Rainer: Jedes Unternehmen das sich momentan mit dem Ankauf von Server und Datenbanken beschäftigt ist potentieller Anwender. Windows Azure ist in vielen Fällen einfach die bessere Alternative zum Kauf und Betrieb im Haus! Einer der wesentlicher Unterschiede: Mit Azure AppFabric können Daten auf Wunsch auch lokal gespeichert werden, obwohl die Software in der Wolke betrieben wird!

Mark Bench: Herr Zeiler, Worin liegen ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen bzw. Chancen für BI in der Cloud?

Zeiler: Die Bereitstellung von Front End Technologie stellt keine große Herausforderung dar. Schwieriger zu beurteilen ist der Datentransfer in die Cloud, vor allem bei sehr großen Datenmengen und den in Relation zu Busbandbreiten relativ geringen Bandbreiten über das Internet. Abhilfe dazu können natürlich Hybrid-Modelle bieten, bei denen das BI Front-End und eventuell ein analyserelevanter Datenausschnitt in der Cloud gehalten wird und der Großteil der Datenmengen lokal, wie es auch schon Herr Rainer angedeutet hat. Als größte Chance sehe ich die Vorkonfiguration von BI-Lösungen und die damit verbundene schnellere Implementierungszeit. In diesen Vorkonfigurationen sind die einzelnen Softwarekomponenten und die genutzte Hardware bestens aufeinander abgestimmt. Grundkonfigurationen von BI Lösungen können dadurch entfallen.

Mark Bench: Herr Soumelidis, sie beschäftigen sich sehr intensiv mit allen notwendigen Rahmenbedingungen Cloud Services zu nutzen. Müssen wir nur mehr auf die richtige Technik warten?

Soumelidis: Warten müssen wir schon lange nicht mehr, die dem Cloud Computing zugrunde liegenden Technologien gibt es schon seit Jahren. Auch das Konzept, Informationstechnologie als Service zu nutzen ist nicht neu. Lediglich das optimierte Zusammenspiel von Virtualisierung, Bandbreiten und den notwendigen Architekturen hat die sinnvolle kommerzielle Nutzung möglich gemacht und findet jetzt Anwendung.

Mark Bench: Werden wir zukünftig die ganze IT aus der Cloud beziehen?

Soumelidis: Je nachdem, wie Sie Zukunft definieren. Meinen Sie damit „in zwei Jahren“, dann nein, meinen Sie „in 20 Jahren“, wird eine im Unternehmen betriebene IT eher die Ausnahme sein.

Mark Bench: Kann ein Unternehmen heute uneingeschränkt Cloud Services einsetzen? 

Soumelidis: Jedes Konzept muss vor seiner Einführung auf Sinnhaftigkeit und seine Vor- und Nachteile geprüft werden. Wenn z.B. ein Dienst die kommerziellen Ziele zwar erfüllen würde, aber die Endanwender diesen aufgrund von Performanceschwierigkeiten oder einer holprigen Benutzerschnittstelle ablehnen, ist die Einführung nicht sinnvoll. Oder wenn ein Dienst sämtliche Vorteile mit sich bringt, aber im Widerspruch zum geltenden Recht steht, muss man ebenfalls davon absehen. Die Einschränkungen sind aber bei weitem geringer als die Vorteile – im Gegensatz zu der oft kolportierten Meinung, dass Public Cloud Services unsicher sind.

Mark Bench: Welche Hürden gibt es beim Datenschutz? 

Soumelidis: Die österreichische Rechtsordnung schränkt die Datenhaltung geografisch nicht ein. Also ist eine Verlagerung von Daten auch ins Ausland möglich. Natürlich sind die Regeln des Datenschutzgesetzes zu befolgen, das gilt aber für jegliche Art der Datenübermittlung, -archivierung und -aufbewahrung. Im europäischen Raum ist es einfach: Das EU Datenschutzgesetzt schreibt vor, dass personenbezogene Daten den EU Raum nicht verlassen dürfen. Fast alle großen Cloud Service Provider tragen diesem Umstand Rechnung und garantieren die Datenhaltung in europäischen Rechenzentren. Das gilt auch für Daten die für BI verwendet werden.

Mark Bench: Gibt es Sicherheitsrisiken die Cloud Computing mit sich bringt?

Soumelidis: Alle IT-Konzepte bergen Sicherheitsrisiken – nicht nur Cloud Computing. Zu beachten ist die Aufteilung der Verantwortung zwischen dem Kunden und dem Provider und der Klärung von juristischen Fragestellungen. Allgemein lässt sich sagen, je „höher“ der Service angesiedelt ist, desto umfassender ist die Verantwortung des Cloud Service Providers. Im SaaS sind Datenintegrität, Zugriffsmechanismen, Identity Management in der Regel im Servicevertrag geregelt. Für die gleichen Themen im IaaS-Umfeld ist ab der Betriebssystemebene der Kunde selber verantwortlich.

Mark Bench: Wie bereitet sich ein Unternehmen für den Einsatz von Cloud Services vor?

Soumelidis: Es gilt einerseits den sinnvollen Umfang der Bereiche abzustecken die in die Cloud verlagert werden können.  Wichtig ist auch, die organisatorische Bereitschaft (Readiness) des Unternehmens für die Nutzung von Cloud Services zu schaffen. Jede Auslagerung von Diensten bedarf Anpassung in Governance und Prozessen. Die Steuerung von traditionell ausgelagerten Funktionen an Outsourcer, ist ein gerne vernachlässigtes Thema. Ich spreche daher vom Cloudsourcing als ganzheitliches Rahmenwerk, das sämtliche vorbereitende und betriebliche Aspekte der Nutzung von Diensten aus der Cloud berücksichtigt.

Mark Bench: Meine Herren, vielen Dank für das interessante Gespräch. Ich bin sicher, dass es zu diesem Thema zukünftig noch einiges zu berichten geben wird.


Microsoft Österreich

Die Microsoft Österreich GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation/Redmond, U.S.A., des weltweit führenden Herstellers von Standardsoftware, Services und Lösungen. Seit 1991 ist Microsoft mit einer eigenen Niederlassung in Wien vertreten, seit 2006 verfügt das Unternehmen zudem mit Vexcel Imaging über eine F&E-Niederlassung in Graz. An beiden Standorten beschäftigt Microsoft insgesamt rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Ziel ist es, gemeinsam mit mehr als 5.000 heimischen Partnerunternehmen, Menschen und Unternehmen zu ermöglichen, durch Software ihr volles Potenzial auszuschöpfen.  

actinium consulting

actinium consulting ist ein auf Business Intelligence spezialisiertes Beratungsunternehmen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei in der Verbindung von betriebswirtschaftlichem Fachwissen und technischem Umsetzungs-Know-How.

Unser Ziel ist es, unseren Kunden durchgängige Leistungen von der Fachkonzeption bis zur Umsetzung bieten zu können. Mit dieser Durchgängigkeit bieten wir erfolgreiche und vor allem praktikable Lösungen. 

Hexa Business Services

Hexa Business Services ist ein unabhängiges Beratungsunternehmen, das seinen Kunden hilft, Informationstechnologie in Form von Cloudsourcing und Outsourcing Services einfach und kostengünstig einzusetzen.

Gegründet wurde Hexa Business Services 2010 von Damianos Soumelidis, der seit 1982 in der IT Industrie in verschiedenen Management Positionen beschäftigt ist. Das Team der Hexa besteht aus Beratern, Architekten und Outsourcing Experten, die ausnahmslos mehr als 15 Jahre bei internationalen Konzernen Erfahrung gesammelt haben. Sie verfügen über tiefgehendes Wissen und langjährige Erfahrung bei der Konzeption, Planung und Umsetzung von komplexen Integrations-, Betriebs- und Outsourcingprojekten bei mittleren und großen Unternehmen.


Posted by: MarkBench
Posted on: 13.10.2010 at 09:50
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Das kann der Microsoft SQL Server 2008 R2

Wie berichtet (Eintrag vom 11.08.09) hat Microsoft die Preview von SQL Server 2008 R2 zum Download bereitgestellt. Dieser Artikel befasst sich mit den Innovationen der neuen Version. Die endgültige Fassung ist für die 2. Jahreshälfte von 2010 geplant.


Die neuen Funktionen

Wichtigstes Ziel der R2 ist die Effizienzverbesserung, die durch Zeit- und Kostenreduktion beim Entwickeln und Managen von Applikationen erreicht werden soll.

Microsoft nennt drei neue Features in der CTP (Community Technical Preview):

  1. Applikations- und Multi-Server-Management
    Verbesserung von DBA und Entwicklungseffizienz. Hiermit können umfangreiche Datenbankumgebungen zentral verwaltet werden.

  2. SMP-Skalierung für bis zu 256 logische Prozessoren

  3. Report Builder 3.0
    Neben einer intuitiven Berichtsfunktion sowie umfassender Datenvisualisierung mit Tabellen und Grafiken unterstützt der Report Builder 3.0 die geospatiale Darstellung auf Landkarten.

Dank Visual Studio soll außerdem das Projektmanagement und die Projektunterstützung verbessert werden.



Das Gemini Projekt


Weiters wird der SQL Server 2008 R2 Features wie Master Data Services und Self Service BI inkludieren, die unter dem Projektnamen "Gemini" subsumiert sind.

Konkret geht es um eine In-Memory Analyse die es ermöglicht, sehr große Datenmengen schnell in einer Excel Umgebung zu analysieren.



Geplante Add-Ins

Für das Office 2010 sind außerdem die folgenden Add-Ins geplant:

  • Die zuvor beschriebenen Gemini-Features

  • Analysis Service Dashboard im SharePoint 2010

  • Informationen teilen in SharePoint 2010


Neues bei den Reporting Services

  • Verbesserung der Reporting-Modelle

  • Integration von Virtual Earth

  • Einrichtung von Bibliotheken um Reporting-Komponenten zu teilen

  • ATOM Data Feeds
    Reporte sind künftig als ATOM Standard Compliant Format abrufbar.

  • AJAX Report Viewer
    Dank der Visual Studio 2010 Beta 2 Release wird es erweiterte Funktionalitäten im Bereich der Navigation geben.

  • Report Manager
    In diesem Bereich gibt es visuelle und funktionale Verbesserungen mit SharePoint-ähnlichen Interaktionen und Menüs.

  • RDL Expression Language Enhancements
    Eine Neuerung von geospatialer Daten- und Funktionsunterstützung als auch dreierlei Typen von Lookup-Funktionen (Lookup, LookupSet, MulitLookup) sind in diesem Bereich vorzufinden.


Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter folgenden Links:

Microsoft Produktseite SQL Server 2008 R2
http://www.microsoft.com/sqlserver/2008/en/us/r2.aspx

TechNet Blog von Andrew Fryer mit einer Aufz?hlung der neuen Features
http://blogs.technet.com/andrew/archive/2009/05/21/sql-server-2008-r2.aspx

Ars Technica Artikel mit Download-Info und kurzer Produktbeschreibung
http://arstechnica.com/microsoft/news/2009/08/sql-server-2008-r2-august-ctp-arrives-for-everyone.ars


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Posted on: 17.08.2009 at 16:19
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